Atemnot muss immer ernst genommen werden! Zeichen einer Atemnot ist die meist schnelle und flache Atmung. Gelegentlich kann sogar eine Blaufärbung der Lippen und der Haut auftreten.
Der Bauchraum umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Organe und Nebenorgane, welche alle durch krankhafte Veränderung Schmerzen im Bauch auslösen können. Beim erstmaligen Auftreten von Schmerzen geht es darum, die Ernsthaftigkeit des Schmerzbildes abzuschätzen:
Begleitsymptome wie Erbrechen, Durchfall und Fieber lassen an eine infektiöse Erkrankung denken. Eine Blinddarmentzündung oder Entzündung des Dickdarmes müssen ausgeschlossen werden. Perforationen dieser Organe stellen ernsthafte Folgeerscheinungen dar und müssen mit hoher Dringlichkeit chirurgisch versorgt werden. Häufig lassen sich diese Operationen auch im Notfall mit laparoskopischer Technik (Schlüsselloch-Methode) durchführen.
Bei Frauen muss zudem an eine Erkrankung der Eileiter, Eierstöcke oder Gebärmutter gedacht werden.
Dr. med. Christian Fischer
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Fieber ist eine Abwehrreaktion des Körpers. Es unterstützt die eigene Immunabwehr und ist keine eigenständige Krankheit, sondern eine Reaktion auf eine Vielzahl von Einflüssen: Infektionen, Tumoren, Entzündungen, Medikamente, Flüssigkeitsverlust, Stoffwechselstörungen, Operationen, Stress, Erkältungen, Hitzestau. Bei Säuglingen, Kleinkindern, betagten Menschen, Tumorpatienten, Patienten mit schweren Begleiterkrankungen und Menschen mit einer Immunschwäche sollte das Symptom Fieber aber immer ernst genommen werden und frühzeitig ein Arzt konsultiert werden.
Häufig ist Fieber von Appetitlosigkeit, allgemeinem Unwohlsein, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und allgemeiner Schwäche begleitet. In folgenden Fällen sollte jedoch ein Arzt konsultiert werden:
Dr. med. Stefan Messerli
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Die Herzkranzgefässe versorgen den Herzmuskel mit Blut und Energie. Der Verschluss eines Kranzgefässes kann plötzlich und unerwartet durch ein Gerinsel verursacht werden, das sich häufig auf eine schon vorhandene Einengung aufpfropft. Ein solcher Verschluss kann zum Herzinfarkt führen.
Kommt es zum Verschluss eines Kranzgefässes, kann der Infarkt verhindert oder zumindest in seiner Grösse beschränkt werden, wenn das Gefäss schnell wieder eröffnet wird. Ein verschlossenes Kranzgefäss kann entweder mit einem Medikament, welches das Gerinnsel auflöst (Thrombolyse) oder – heute als wirksamer beurteilt – mit Ballon- und Stentbehandlung wieder eröffnet werden. Beide Behandlungsmethoden sind nur in Spitälern verfügbar und umso wirksamer, je schneller sie eingesetzt werden.
Wichtig beim Herzinfarkt: Schnell erkennen und schnell behandeln!
Der Schmerz beim Herzinfarkt wird als stark und vernichtend empfunden. Er dauert mehr als 15 Minuten, ist hinter dem Brustbein oder auf der linken Brustseite lokalisiert. Der Schmerz strahlt häufig in die Arme, den Hals, den Oberbauch und den Rücken aus.
Die Schmerzen lösen oft Angst aus und nehmen bei Belastungen noch zu.
Oft wird der Infarktschmerz von Schweissausbrüchen, Übelkeit oder gar Erbrechen, Atemnot und Blässe begleitet.
PECH gehabt? Ein Misstritt, ein Fehltritt, ein Umknicken des Fusses. Schnell ist es passiert. Bei der Arbeit, in der Freizeit, beim Sport. Was nun? PECH!
PECH bezeichnet die vier Sofortmassnahmen, die jeder selbständig durchführen kann. Auch bei Verletzungen, Prellungen oder Verstauchungen an anderen Körperteilen können sie angewendet werden.
P steht für Pause
Sofort nach dem Umknicken darf keine weitere Belastung mehr erfolgen.
E steht für Eis
So rasch wie möglich für Kühlung sorgen. Eis soll wegen möglichen Erfrierungen nicht direkt auf die Haut gepresst werden. Ein Beutel mit Eiswasser ist optimal. Kaltes Wasser oder kaltnasse Tücher sind eine gute Alternative. Kühlspray ist gefährlich.
C steht für Compression
Nach genügender Kühlung muss ein satter Verband mit einer elastischen Binde von den Zehen her über den Knöchel gewickelt werden. Anschliessend von aussen weiterkühlen.
H steht für Hochlagern
Eine konsequente Hochlagerung wirkt einer zusätzlichen Schwellung entgegen.
Wann soll der Verunfallte den Arzt konsultieren?
Bei Schmerzen nach einem Unfall kann es sich um einen Wirbelkörper-bruch handeln. Treten dabei noch Gefühlsstörungen und Lähmungen auf, kann das Rückenmark geschädigt sein. Hier besteht dringender Handlungs-bedarf ohne Zeitverlust. Eine exakte medizinische Abklärung ist nötig, um die richtige Therapie einleiten zu können. Sie besteht in der Regel aus einer Befragung zu den Schmerzen, einer genauen Untersuchung des Rückens, aus einer bildgebenden Diagnostik (Röntgen, Computertomograpie, Magnet-resonanztomographie, Szintigraphie) und aus einer Laboruntersuchung.
Richtige Lagerung führt zur Entspannung: Liegend, die Unterschenkel auf mehrere Kissen gelagert und die Hüftgelenke in einer 90 Grad Beuge-position (sogenannte „Böcklilagerung“).
Wärme schafft Abhilfe (Umschläge, Wickel, ein warmes Bad oder ein Saunagang).
Bei der Einnahme von Medikamenten ist Vorsicht geboten. Es gibt eine grosse Palette von Schmerzmitteln mit unterschiedlichsten Wirksubstanzen und unterschiedlichsten Nebenwirkungen. Eine regelmässige Einnahme sollte nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen, da viele Substanzen bei längerer Anwendung den Magen-Darm-Trakt, aber auch Organe wie Nieren und Leber schädigen können.
Dr. med. Dieter Michel
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Anzeichen für Verbrennungen und Verbrühungen sind starke Schmerzen, Rötung und Blasenbildung.
Sofortiges Löschen von Kleiderbränden, beispielsweise durch Auflegen einer Wolldecke (keine Synthetikfasern!), durch Löschen mit Wasser oder mit Hilfe eines Feuerlöschers. Hindern Sie eine brennende Person am Davonlaufen, der Luftzug facht das Feuer weiter an.
Vermeiden Sie zu kaltes Wasser oder gar Eis zum Kühlen. Die Schwere der Verletzung könnte dadurch noch zunehmen!
Kleine Verbrennungen ohne Blasenbildung heilen am besten an der Luft ab. Pflaster oder Verbände sind nicht notwendig.
Bei grossflächigen Verbrennungen besteht die Gefahr einer Unterkühlung oder eines Schocks. Achten Sie auf ausreichenden Wärmeerhalt und rufen Sie den Rettungsdienst unter der Telefonnummer 144.
Absolut gegenteilige Wirkung und entsprechend verboten sind Hausmittel wie Salben, Puder, Öl, Fett oder Desinfektionsmittel. Diese verschlimmern die Verbrennung. Decken Sie die Verbrennungswunde mit nicht haftender Metalline-Folie steril ab und fixieren Sie das Brandtuch locker mit einer Mullbinde oder einem Dreieckstuch. Brandblasen dürfen auf keinen Fall eröffnet werden, da die Haut einen guten Schutz vor Infektionen bietet.
Verbrennungen im Gesicht sind besonders gefährlich. Möglicherweise hat der Patient Rauch eingeatmet. Dadurch können die Schleimhäute anschwellen und die Atmung behindern. Setzen Sie den Patienten aufrecht hin und kontrollieren Sie regelmässig seine Atmung, bis der Rettungsdienst eintrifft.
Dr. med. Peter Rupp
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Eindeutige Anzeichen einer Vergiftung fehlen häufig. Die durch die Vergiftung hervorgerufenen Symptome können sehr verschieden sein. Denken Sie bei jeder unklaren Gesundheitsstörung, vor allem bei Kindern, an eine Vergiftung. Ungewöhnliches Verhalten, z.B. Erregungszustände, Zittrigkeit, Gangunsicherheit, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Atem- und Kreislaufbeschwerden, unerklärliche Schweissausbrüche, Speichelfluss, Schwindel, Krämpfe, Bewusstseinseintrübung bis hin zu Atem- und Kreislaufstillstand sind nur einige der möglichen Symptome. Häufig hilft nur geduldiges Nachfragen und genaues Beobachten die Ursache zu ergründen.
Halten Sie Giftstoffe - Chemikalien, Reinigungsmittel, Medikamente, Pflanzenschutzmittel usw. - vor allem in Haushalten mit Kindern immer verschlossen.
Führen Sie nach Überprüfen der Lebensfunktionen Bewusstsein, Atmung und Kreislauf erforderlichenfalls die lebensrettenden Sofortmassnahmen durch.
Was muss die Giftnotrufzentrale wissen?
Schweizerisches Toxikologisches Informationszentrum
Klosbachstrasse 107
CH-8030 Zürich
Allgemeine Anfragen:
T +41 (0)44 251 66 66
F +41 (0)44 252 88 33
NOTFALL-NUMMER 145
Dr. med. Peter Rupp
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Verletzte Haut verliert ihre Schutz-Funktion vor Keimen, die eine Infektion hervorrufen. Wundstarrkrampf (Tetanus) ist besonders gefährlich und wird durch Tetanus-Bakterien verursacht, die fast überall vorkommen und in die Wunde eindringen können.
Nicht oder nur wenig verschmutzte oberflächliche Schürfwunden
Berühren Sie möglichst nicht, denn kleinere Blutungen reinigen die Wunde. Meist ist es nicht nötig ein Pflaster zu verwenden, lassen Sie die Wunde an der Luft heilen oder verwenden Sie einen desinfizierenden Sprühverband.
Verschmutzte oberflächliche Schürfwunden
Reinigen Sie vorsichtig unter fliessendem kalten Wasser. Die Wunde sollte anschliessend mit einem Desinfektionsmittel abgetupft werden. Decken Sie die Wunde mit einem sauberen Verband ab und suchen Sie Ihren Hausarzt oder das Notfallzentrum auf, um die Wunde versorgen zu lassen und Ihren Impfschutz zu überprüfen.
Blutende Schnitt- oder Platzwunden
Stoppen Sie die Blutung durch das Aufdrücken einer Kompresse oder eines sauberen Tuchs und durch Hochlagern der Körperstelle. Blutet die Wunde trotz des Verbandes weiter, so hilft ein Druckverband oder das Abdrücken der zuführenden Ader.
Grössere oder stark blutende Wunden und Wunden im Gesicht
Müssen innerhalb von 6 Stunden von einem Arzt beurteilt, und möglicherweise genäht, geklammert oder mit einem speziellen Pflaster gestrippt werden. Rufen Sie bei starken Blutungen den Rettungsdienst unter der Nummer 144. Ein grösserer Blutverlust ist lebensbedrohlich!
Legen Sie eine sterile Kompresse auf die blutende Wunde und wickeln Sie eine Mullbinde ein bis zweimal fest darum. Nehmen Sie ein Verbandspäckchen, legen es auf den Wundbereich und wickeln Sie die Mullbinde weiter straff um die Wunde.
Immer wenn der Verdacht besteht, dass auch tiefer liegende Strukturen sind, muss eine ärztliche Konsultation stattfinden. Denken Sie daran, Ihren Impfausweis mitzubringen.
Dr. med. Peter Rupp
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Ein Zeckenbiss alleine ist an sich harmlos wie ein Mückenstich. Wenn die Zecke allerdings Träger von teilweise gefährlichen Infektionskrankheiten ist, können diese auf den Menschen übertragen werden. In der ganzen Schweiz kommt die Borreliose und in speziellen Endemiegebieten (Thurgau, Schaffhausen, Region Thun, Belpberg, Seeland) zusätzlich die Frühsommermenigoencephalitis (FSME) vor.
Besser als eine Zecke richtig zu entfernen, ist es den Stich zu vermeiden.
Zecken fallen nicht von den Bäumen, sondern halten sich im Gras oder Gebüsch (bis ca. 1 Meter über dem Boden) auf. Bleiben Sie auf den Wegen, verringern Sie das Risiko gestochen zu werden. Sind Sie trotzdem exponiert (z.B. Picknick am Waldrand), ist es wichtig geschlossene Kleidung zu tragen und sich anschliessend gut auf Zecken abzusuchen (Leisten, Beugen, Bauchnabel, Achselhöhlen, Nacken, hinter den Ohren).
Weil die Zecken schmerzlos stechen, bleibt der Stich häufig unbemerkt. Jedoch ist es wichtig, dass die Zecke möglichst rasch entdeckt wird, weil die Erreger umso häufiger übertragen werden, je länger die Zecke saugen kann.
Zum Entfernen der Zecke geistern immer noch viele Irrmeinungen herum. Sie reichen vom Abbrennen der Zecke bis zum Drauftröpfeln von Öl. Doch solche Verfahren schaden mehr als sie nützen. Es kann sogar sein, dass die Zecke in ihrem "Erstickungskampf" noch mehr Erreger in die Wunde abgibt. Die Zecken sollte daher ganz vorsichtig mit einer feinen Pinzette nahe der Haut gefasst und unter sanftem Zug herausgezogen werden.
Sind Sie sich nicht sicher, ob die Zecke richtig entfernt ist oder bleibt ein Stück der Zecke in der Haut, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Treten Tage bis Wochen später an der Einstichselle ein im Verlauf wandernder Ausschlag auf, sollte ebenfalls eine ärztliche Konsultation stattfinden.
Dr. med. François von Wattenwyl
www.zecken.ch
www.zeckenschutz.info
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